Mit Anfang 20 war jedes Wochenende ein Abenteuer, heute kennst du deinen Donnerstag schon am Sonntag. Eine Folge darüber, warum sich der Alltag mit der Zeit so schal anfühlt, obwohl alles stimmt, und wie du dir mitten in der Routine wieder ein Stück Lebendigkeit zurückholst.
Erinnerst du dich, wie sich dein Leben mit Anfang 20 angefühlt hat? Als jedes Wochenende ein kleines Abenteuer war, du am Freitag noch nicht wusstest, wo du am Abend landest, und sich alles aufregend und voller Möglichkeiten anfühlte?
Und wie ist es heute? Vielleicht weißt du am Sonntagabend schon, wie dein Donnerstag aussieht. Alles läuft, alles funktioniert, und trotzdem ist da dieses leise Ziehen, das sich kaum greifen lässt, weil äußerlich ja eigentlich alles stimmt.
Ich kenne dieses Ziehen nur zu gut, und lange dachte ich, mit mir stimmt etwas nicht. Ich habe doch alles, was ich mir gewünscht habe, warum also dieses Gefühl? Bis ich verstanden habe, dass es gar nicht an mir liegt, sondern daran, wie unser Gehirn funktioniert. Es baut uns den ganzen Tag Routinen, um Energie zu sparen, und sehnt sich gleichzeitig nach genau dem, was diese Routinen durchbricht. Denn lebendig fühlen wir uns nicht im Vertrauten, sondern im Neuen.
Diese Folge handelt davon, wie wir uns dieses Gefühl von Lebendigkeit zurückholen, ohne gleich das ganze Leben umzukrempeln. Warum die Dinge, mit denen wir abends am liebsten abschalten, uns oft noch leerer zurücklassen. Und warum es nicht den großen Knall braucht, keine Kündigung, keine Auswanderung, sondern manchmal nur eine kleine Tür ins Neue, mitten im ganz normalen Alltag.
Vielleicht ist Lebensfreude nämlich gar nicht die große Veränderung, von der wir alle träumen. Sondern das kleine Abenteuer, das wir uns wieder erlauben.
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